Met Office sieht sich wegen seiner „unplausiblen“ Klimaprognosen mit einem neuen Skandal konfrontiert
Das Met Office muss seine äußerst mangelhafte Studie (UKCP18) zurückziehen und darauf hinweisen, dass alle politischen Maßnahmen überprüft werden sollten, die auf diesen diskreditierten Zahlen beruhen, sagt Chris Morrison.
Im Jahr 2018 veröffentlichte das Met Office seinen Bericht „UK Climate Projections“ (UKCP18), in dem verschiedene Wetterextreme prognostiziert wurden, darunter die Annahme, dass die Sommertemperaturen bis 2070 um 5,1 °C steigen könnten. Es versteht sich von selbst, dass diese Prognose damals die Schlagzeilen der Mainstream-Medien beherrschte, und bis heute dient der Bericht als grundlegende Quelle für die meisten Maßnahmen und Ausgaben der britischen Regierung und privater Unternehmen im Bereich des Klimawandels. Es gibt nur ein Problem: Der Bericht ist nun offiziell als Unsinn eingestuft. Das Met Office hat lediglich eine Reihe von Annahmen nach dem RCP8.5-Szenario durch seinen Supercomputer laufen lassen und anschließend die Ergebnisse hervorgehoben. Um seine wissenschaftliche Integrität zu wahren, muss das Met Office diese zutiefst fehlerhafte Arbeit zurückziehen und darauf hinweisen, dass alle politischen Maßnahmen überprüft werden sollten, die auf diesen diskreditierten Zahlen basieren.
Die jüngste Zurückweisung der Annahmen des RCP8.5-Szenarios durch den Weltklimarat der Vereinten Nationen (IPCC) als „unplausibel“ hat in den Mainstream-Medien und der Wissenschaft für Aufruhr gesorgt. Sie hat das Vertrauen in die Mainstream-Klimaberichterstattung praktisch zerstört, haben doch Journalisten fast zwei Jahrzehnte lang treu den Unsinn propagiert, der aus den RCP8.5-Ergebnissen hervorgegangen ist. Aber sie lässt auch Zweifel an einem Großteil der zugrunde liegenden wissenschaftlichen Arbeit aufkommen, die eine bequeme „Netto-Null“-Klimakrise-Psychose geschürt hat. Zu den lächerlichen Annahmen des RCP8.5-Szenarios gehörte, dass die Weltbevölkerung bis 2100 auf 12 Milliarden steigen würde (derzeit wird prognostiziert, dass sie sich bei etwa 9 bis 10 Milliarden stabilisieren wird) und dass mehr Kohle verbraucht würde, als derzeit nachgewiesene Reserven vorhanden sind.
Schocker
Das UKCP18-Szenario des Met Office ist ein echter Schocker. Alle auf RCP8.5 basierenden Extremwerte wurden durch Fettdruck hervorgehoben, darunter massive Temperaturanstiege innerhalb von 50 Jahren (5,1 °C im Sommer und 3,8 °C im Winter) sowie deutliche Rückgänge bzw. Zunahmen der Niederschlagsmengen im Sommer und Winter. Für London wurde bis zum Jahr 2100 ein Anstieg des Meeresspiegels bis 1,15 Meter prognostiziert, verglichen mit einem derzeitigen jährlichen Anstieg von drei Tausendstel Metern – weniger als ein Viertel dieser Rate. Angesichts der jüngsten „unplausiblen“ Erkenntnis ist es ironisch, dass das Met Office seine fettgedruckten Zahlen als „plausibel“ bezeichnet. Das allein sollte Grund genug sein, diese hoffnungslosen Vermutungen unverzüglich zu streichen.
Es gibt eine Reihe von RCP-Szenarien, die von geringeren Treibhausgasemissionen ausgehen, doch das Met Office verwendete für seine Computermodellierung ausschließlich RCP8.5. Die hochauflösende globale Modellierung bis auf 60 km, die regionale bis auf 12 km und die lokale bis auf 2,2 km verwendeten aufgrund der Rechenkosten direkt nur RCP8.5. Andere Ergebnisse waren verfügbar – natürlich nicht in Fettdruck – und diese sollen statistisch aus den RCP8.5-Durchläufen abgeleitet worden sein. Der Terminus „Garbage in, garbage out“ kommt einem sofort in den Sinn.
Damals erklärte das Met Office: „Die Regierung wird UKCP18 als Grundlage für ihre Anpassungs- und Klimaschutzplanung sowie für ihre Entscheidungsfindung heranziehen.“ Genau das ist natürlich auch geschehen. Von der „Netto-Null“-Ideologie besessene Politiker stürzten sich auf die Ergebnisse, um neue Regeln, Anforderungen und Vorschriften sowohl für die produktive (private) Wirtschaft als auch für den ohnehin schon ineffizienten öffentlichen Sektor durchzusetzen. Tatsächlich ist es keine Übertreibung zu sagen, dass UKCP18 seit seiner Veröffentlichung zu einem der wichtigsten, die britische Klimaanpassungspolitik prägenden Klimainstrumente geworden ist. Es wird häufig von Kommunalverwaltungen genutzt, um Risiken für die städtische und ländliche Infrastruktur zu bewerten. Es ist natürlich klug, zukünftige Wetterbedingungen zu berücksichtigen, aber übertriebene Wetterprognosen führen zu unnötig hohen Ausgaben. Gelder, die dafür verwendet werden, neue Häuser vor um 5 °C höheren Temperaturen zu schützen, sind eine kolossale Verschwendung, die auf nichts anderem als einer Vermutung beruht.
Ingenieure
Die Ergebnisse von UKCP18 haben die Standards in den Bereichen Infrastruktur und Ingenieurwesen neu geprägt. Das Institution of Civil Engineers (ICE) hat hervorgehoben, wie diese Prognosen die Herangehensweise von Bauingenieuren an die langfristige Infrastrukturplanung verändern. Sie berücksichtigen zunehmend prognostizierte extreme Niederschläge, Hitzebelastungen und den Anstieg des Meeresspiegels bei der Planung von Straßen, Schienenwegen, Entwässerungssystemen und Gebäuden. Das ICE hat UKCP18 als Anwendung „modernster Klimawissenschaft“ beschrieben, die „eine neue Denkweise“ in der Praxis des Bauingenieurwesens fördert. Wenn all dies zutrifft, kann man sich kaum vorstellen, wie viel Geld für überdimensionierte Projekte verschwendet wird, die auf ein imaginäres britisches Klima warten, das nur auf den Computerfestplatten des Met Office existiert.
Auch private Versicherer und Finanzinstitute haben UKCP18 in ihre Risikomodelle integriert. Versicherungsgesellschaften stützen sich bei der Einschätzung künftiger Risiken durch Hochwasserschäden und Unwetterverluste zunehmend auf Klimaprognosedaten. Dies wirkt sich auf die Preisgestaltung, Investitionsentscheidungen und die klimabezogenen Offenlegungen der Unternehmen aus. Wenn eine Versicherungsgesellschaft das nächste Mal Ihre Prämien erhöht, sollten Sie dem Met Office dafür danken, dass es dazu beigetragen hat, die Gewinne der Versicherungsgesellschaften zu steigern. Es ist vielleicht kein Zufall, dass die allgemeine Versicherung, also die Nichtlebensversicherung, in Großbritannien in letzter Zeit rentabler geworden ist.
Eine der deutlichsten Verbindungen zwischen UKCP18 und staatlichen Vorschriften besteht über die gesetzlich vorgeschriebene britische Klimarisikobewertung (Climate Change Risk Assessment; CCRA). Gemäß dem Klimaschutzgesetz ist die Regierung verpflichtet, Klimarisiken regelmäßig zu bewerten und Anpassungsmaßnahmen zu erarbeiten. Die dritte 2022 veröffentlichte CCRA stützte sich in hohem Maße auf die Klimaprognosen von UKCP18, um künftige Risiken durch Hitze, Überschwemmungen, Dürren und den Anstieg des Meeresspiegels in den Bereichen Infrastruktur, Wohnungsbau und Verkehr zu bewerten. Das daraus resultierende Nationale Anpassungsprogramm (NAP3) nutzt die Ergebnisse von UKCP18, um strengere Resilienzmaßnahmen für das zu rechtfertigen, was üblicherweise als Klimaresilienz bezeichnet wird. Auch hier kann man nur verzweifeln angesichts der riesigen Summen an öffentlichen Geldern, die wahrscheinlich für ein von Computern erfundenes Problem verschwendet wurden, das von aktivistischen Met-Office-Experten hochgespielt worden ist.
Um es ganz offen zu sagen: Das Met Office hat sich mit seinen Versuchen, die „Netto-Null“-Fantasie zu propagieren, gewaltig ins eigene Fleisch geschnitten. UKCP18 mag von Influencern und den herrschenden Eliten als grundlegende Quelle für „Klimabeweise“ angesehen werden, doch die Einstufung des IPCC als „unplausibel“ macht es weitgehend zu Schrott. Es muss so schnell wie möglich zurückgezogen werden, bevor es weiteren finanziellen Schaden in der Gesamtwirtschaft anrichtet. „Schrott“ ist natürlich ein Wort, das einem auch in den Sinn kommt, wenn man das unnatürlich von Hitze heimgesuchte landesweite Temperaturmessnetz des Met Office betrachtet. Die Situation verschlechtert sich, statt sich zu verbessern, und das Netzwerk überschätzt offensichtlich das Ausmaß der aktuellen Erwärmung. Ähnliche Bedenken gab es beim US-Wetterdienst NOAA, als die Demokraten die Regierung dominierten. Eine kürzlich von Trump inspirierte Budgetkürzung um 25 % scheint jedoch die Köpfe klarer gemacht und die Mitarbeiter davon überzeugt zu haben, den „Netto-Null“-Hype zu vergessen und zur grundlegenden meteorologischen Wissenschaft zurückzukehren.
Dieser Artikel erschien erstmals am 19. Mai 2026 auf The Daily Sceptic.
Übersetzt von Christian Freuer

Chris Morrison
Chris Morrison ist ein ehemaliger Finanzjournalist und Verleger. Er ist Umweltredakteur bei Daily Sceptic. Folgen Sie Chris auf X.
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