Samuel Furfari zu Klimakonferenzen und Klimapolitik: „Nur leeres Gerede“
In einem aktuellen Podcast mit Tom Nelson spricht der Energieexperte Prof. Samuel Furfari über den Unsinn der COPs und der Klimapolitik im Allgemeinen. Er blickt jedoch auch vorsichtig optimistisch in die Zukunft: „Wenn der nächste UN-Chef aus Afrika oder Asien statt aus Europa kommt, könnte er eine pragmatischere und ‚nüchterne Vision‘ der Klimapolitik verfolgen.“
Dr. Samuel Furfari ist Professor für Energiegeopolitik und -politik und war 36 Jahre lang leitender Beamter in der Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission. Er ist Autor zahlreicher Bücher; sein neuestes Werk trägt den Titel „The Truth About the COPs, 30 years of illusions“ [etwa: Die Wahrheit über die COPs: 30 Jahre Illusionen]. In diesem aktuellen Podcast mit Tom Nelson spricht Furfari über den Unsinn der COPs, aber auch über Klimapolitik im Allgemeinen.
Im Podcast reflektiert Furfari über drei Jahrzehnte internationaler Klimapolitik und bietet dabei eine kritische Perspektive, die durch sein direktes Engagement seit den frühen 1990er Jahren geprägt ist. Er führt die Ursprünge der globalen Klimapolitik auf die UN-Klimarahmenkonvention von 1992 zurück, die er als „COP Zero“ bezeichnet. Von Anfang an war es das Ziel, die CO₂-Emissionen durch jährliche Konferenzen der Vertragsparteien (COPs) zu reduzieren, doch Furfari argumentiert, dass der Prozess weitgehend daran gescheitert ist, sinnvolle Ergebnisse zu erzielen.
Merkel
Furfari beschreibt, wie die anfängliche Begeisterung für den Klimaschutz stetig wuchs, insbesondere in Europa. Deutschland spielte dabei eine führende Rolle, wobei die damalige Umweltministerin Angela Merkel dazu beitrug, die anfängliche Dynamik voranzutreiben. Im Laufe der Zeit sieht er jedoch einen Wandel vom Optimismus zur Ernüchterung. Seiner Meinung nach kam der Wendepunkt um die COP in Glasgow (2021), als Versuche, einen weltweiten Ausstieg aus der Kohle durchzusetzen, auf Widerstand großer Entwicklungsländer wie China und Indien stießen. Da COP-Beschlüsse Konsens erfordern, blockierte deren Widerstand stärkere Verpflichtungen effektiv, was Furfari dazu veranlasste, die Veranstaltung als Misserfolg zu bezeichnen.
Er weist auf eine tiefere Ironie hin, die darin liegt, dass die jüngsten COP-Konferenzen von Ländern ausgerichtet wurden, die fossile Brennstoffe fördern, wie Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate und Aserbaidschan. Diese Länder, so bemerkt er, seien in hohem Maße von Öl- und Gaseinnahmen abhängig, was ihre Rolle als Gastgeber von Konferenzen zur Emissionsreduzierung paradox erscheinen lasse. Er erinnert daran, dass der aserbaidschanische Präsident das Öl als „Segen Gottes“ bezeichnet habe, was die wachsende Kluft zwischen Klimaaktivismus und den Realitäten der Energieversorgung unterstreiche.
Furfari argumentiert, dass Entwicklungsländer – insbesondere in Afrika – im Laufe der Zeit ihre Haltung geändert haben. Während sie Klimaabkommen aufgrund von Versprechungen finanzieller Hilfe und Technologietransfer zunächst unterstützten, sind sie skeptischer geworden, weil diese Versprechen nicht eingehalten wurden.
Emissionen haben zugenommen
Ein zentraler Punkt in Furfaris Argumentation ist, dass die weltweiten Emissionen weiter gestiegen sind. „Seit der COP Zero haben sich die Emissionen um 66 % erhöht.“ Für ihn verdeutlicht diese Statistik die grundlegende Wirkungslosigkeit des COP-Prozesses. Er vergleicht dies mit einem CEO, der Verbesserungen verspricht, aber das gegenteilige Ergebnis liefert, und argumentiert, dass ein solches Versagen in der Privatwirtschaft nicht toleriert werden würde.
Er kritisiert zudem das, was er als eine der Klimapolitik zugrunde liegende ideologische Agenda ansieht, insbesondere das Konzept des „Degrowth“. Laut Furfari zielen einige Befürworter nicht nur darauf ab, die Emissionen zu reduzieren, sondern auch das Wirtschaftswachstum und sogar die Bevölkerungszahl zu begrenzen. In diesem Zusammenhang stellt er die Kernenergie als eine vernachlässigte Lösung dar und argumentiert, dass sie reichlich und zuverlässige Energie biete, aber abgelehnt werde, weil sie das Ziel der Begrenzung des Energieverbrauchs untergrabe.
Was die Zukunft der Energie angeht, räumt Furfari ein, dass synthetische Kraftstoffe letztendlich eine Rolle spielen könnten, insbesondere wenn die fossilen Brennstoffe erschöpft sind. Er betont jedoch, dass sie aufgrund der derzeitigen Kosten unrentabel seien: „Solange wir noch über Öl und Gas verfügen, wird niemand so viel Geld für die Herstellung eines synthetischen Kraftstoffs ausgeben.“ Er unterstreicht, dass die Realitäten des Marktes und nicht politische Ambitionen die Energiewende bestimmen werden.
Die Diskussion berührt auch institutionelle Veränderungen, insbesondere die Internationale Energieagentur (IEA). Ursprünglich gegründet, um nach den Ölkrisen der 1970er Jahre die Energiesicherheit zu gewährleisten, hat sich die IEA nach Furfaris Ansicht in Richtung Klimapolitik und Förderung erneuerbarer Energien verlagert. Er kritisiert diesen Wandel als ideologisch und verweist auf den jüngsten Druck seitens US-amerikanischer Regierungsvertreter, den Fokus wieder auf die Energiesicherheit zu richten.
Wind und Solar
Furfari steht den erneuerbaren Energien ebenso kritisch gegenüber und argumentiert, dass Wind- und Solarenergie nach wie vor stark von Subventionen abhängig sind und nur einen geringen Anteil an der weltweiten Energieversorgung haben. Er ist der Ansicht, dass diese Branchen ohne staatliche Unterstützung zusammenbrechen würden. Diese Sichtweise erstreckt sich auch auf seine Analyse großer Energiekonzerne wie BP, die seiner Meinung zufolge nach erfolglosen Vorstößen in den Bereich der erneuerbaren Energien wieder auf Öl und Gas zurückgreifen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die sich wandelnde Machtdynamik innerhalb der COPs. Furfari weist darauf hin, dass die fossile Brennstoffindustrie und Entwicklungsländer zunehmend Einfluss gewinnen und die Dominanz europäischer NGOs und Aktivisten verdrängen. Er beschreibt diesen Wandel metaphorisch: „Der Kuckuck hat das Nest der Aktivisten eingenommen.“ Infolgedessen sieht er in den jüngsten Diskussionen weniger „Propaganda“ und mehr Realismus.
Furfari kritisiert zudem den Umfang und den Spektakelcharakter moderner COP-Konferenzen, die mittlerweile Zehntausende von Teilnehmern anziehen. Er stellt deren Wert in Frage und argumentiert, dass die Verhandlungen letztlich von einer kleinen Gruppe von Beamten geführt werden, während andere nur aus Gründen der Sichtbarkeit oder zum Networking teilnehmen. Er tut einen Großteil der Aktivitäten als „bloßes Bla-Bla“ ab und deutet an, dass die Konferenzen eher zu einer Show als zu produktiven Veranstaltungen geworden sind.
Afrika
Mit Blick auf die Zukunft äußert Furfari die Hoffnung, dass künftige globale Führungskräfte der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Zugang zu Energie Vorrang einräumen werden, insbesondere in ärmeren Regionen. Er zeigt sich vorsichtig optimistisch hinsichtlich des Nachfolgers von António Guterres (der noch in diesem Jahr gewählt wird), dessen Amtszeit er wegen seiner alarmistischen Klimarhetorik kritisiert. „Wenn der nächste UN-Chef aus Afrika oder Asien statt aus Europa kommt, könnte er eine pragmatischere und ‚nüchterne Vision‘ der Klimapolitik verfolgen.“ Er betont, dass Wohlstand von der Verfügbarkeit von Energie abhängt, und erklärt, dass die Verbesserung der Lebensqualität einen höheren Energieverbrauch erfordert. Besonders besorgt ist er um Afrika, wo große Teile der Bevölkerung nach wie vor keinen zuverlässigen Stromanschluss haben.
Zusammenfassend vertritt Furfari eine zutiefst skeptische Sicht auf die internationale Klimapolitik und argumentiert, dass diese ineffektiv, ideologisch motiviert und losgelöst von den wirtschaftlichen Realitäten sei. Er fordert einen pragmatischeren Ansatz, der sich auf Entwicklung, Energiesicherheit und technologischen Fortschritt konzentriert, anstatt auf ehrgeizige, aber seiner Ansicht nach unerreichbare Emissionsziele.
Übersetzt von Christian Freuer
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