Chris Morrisons neues Buch: „IMPLAUSIBLE“
Chris Morrison, Umweltredakteur des Daily Sceptic, hat ein neues Buch veröffentlicht, das jetzt bei Amazon erhältlich ist. Es trägt den Titel „Unplausibel: Wie Wissenschaftler, aktivistische Politiker und Journalisten eine Klimakrise erfanden, fehlerhafte Computermodellergebnisse instrumentalisierten und einen falschen Konsens behaupteten, um die kollektivistische Netto-Null-Fantasie zu fördern“. Im Folgenden finden Sie einige Auszüge aus dem Buch.
Vorwort von Toby Young, Chefredakteur des Daily Sceptic
Wenn sich ein roter Faden durch Chris’ Werk zieht, dann der, dass die Klimapolitik ein kaum verhüllter Machtgriff der Eliten ist, die entschlossen sind, die widerspenstigen Massen zu kontrollieren, die sich hartnäckig weigern, ihre sentimentale Bindung an die Freiheit aufzugeben. Du willst selbst entscheiden, welches Auto du kaufst und wie schnell du fährst? Keine Chance, du sturer Benzinbruder. Du wirst dir ein überteuertes Elektroauto kaufen, das seinen Wert nicht hält, und wirst nicht schneller als 30 km/h fahren. Du magst Steak und Pommes? Pech gehabt, aber ab jetzt gibt es nur noch pflanzliche Kost für dich. Du willst deine Gasheizung nicht aufgeben? Pech gehabt. Du wirst gezwungen, eine Wärmepumpe für 25.000 Pfund einzubauen, die dein Haus gar nicht richtig beheizt.
Chris’ Arbeit ist wichtiger denn je – und dieses Buch ist eine fantastische Einführung dazu. Die Lektüre wird Sie wütend machen – und Sie sollten wütend sein, sehr wütend. Aber Sie werden auch bestens unterhalten.
Einführung
Der 7. April 2026 markierte den Tag, an dem die große Klimakrisen-Erfindung, die die politische Netto-Null-Fantasie untermauerte, endgültig auf die harte Realität traf. An diesem Tag räumte eine Gruppe von Wissenschaftlern, die an einem neuen Sachstandsbericht für den von den Vereinten Nationen unterstützten Weltklimarat (IPCC) arbeiteten, ein, dass eine Reihe von Annahmen des Computermodells, bekannt als RCP8.5, „unplausibel“ seien. Dieses offizielle Eingeständnis löste einen Schock in den Kreisen der Klimawissenschaftler und kollektivistischer Politiker aus und brachte all jene, die in den Mainstream-Medien als Vermittler fungierten, zu nachhaltiger Scham. Die RCP8.5-Annahmen waren seit 2011 ein zentraler Bestandteil der Computersimulationen, die die faktenarme Klimakrise propagierten. Fast jede Klimakatastrophen-Geschichte – sei es die Behauptung, Bier werde in Zukunft weniger gut schmecken (ja, die BBC hat das tatsächlich geschrieben), das Verschwinden des Polareises (ein Hoch auf Sir David Attenborough, König Charles und den verstorbenen Papst Franziskus!) oder zunehmende Luftturbulenzen – trägt die Handschrift von RCP8.5.
Die Bombe vom 7. April bedeutete, dass sie alle offiziell zu Schrott erklärt wurden.
Dieses Buch zeigt, dass fast alles, was Sie in den letzten 15 Jahren in den etablierten Wissenschaften, der Politik und den Medien über die zukünftige Feuerball-Erde gelesen oder gehört haben, nichts weiter als pseudowissenschaftlicher Unsinn ist, der die Bevölkerung dazu bringen soll, all die entsetzlichen kollektivistischen Beschränkungen zu akzeptieren, die durch einen wahnsinnigen, verwerflichen Wettlauf um die Abschaffung von Kohlenwasserstoffen in modernen und sich entwickelnden Industrienationen auferlegt werden.
Das RCP8.5-Szenario begann als Worst-Case-Szenario mit hohen Emissionen, doch seine Fähigkeit, reißerische Klimakatastrophen zu propagieren, führte dazu, dass es zum „Weiter-so-wie-bisher“-Szenario wurde. Wenn Forschungsgelder organisiert, grüne Subventionen eingesammelt und Politiker ihre Tugendhaftigkeit demonstriert werden müssen, wen kümmert es da, dass Kinder weinend ins Bett geschickt werden, weil ihnen von einem Temperaturanstieg von 5 °C oder mehr gegenüber dem Referenzwert von 1850–1900 die Rede ist? Der Golfstrom soll bis 2025 zusammenbrechen (ja, wieder so eine typische BBC-Geschichte à la „die Wissenschaftler sagen“). Millionen Häuser sollen durch meterhohe Meeresspiegelüberflutungen bedroht sein, das sechste Massenaussterben steht unmittelbar bevor – all das ist gerechtfertigter Unsinn, um die Gelder für Klimaneutralität weiter fließen zu lassen.
Die Tatsache, dass ein Leben ohne vielseitig verwendbare Kohlenwasserstoffe unvorstellbar schlimm, ja sogar für Milliarden von Menschen tödlich wäre, wurde ignoriert. Niemand beachtete, dass ohne aus Kohlenwasserstoffen gewonnenen Dünger die Hälfte der Weltbevölkerung langsam verhungern und in endemischen Kriegen um die knappen Ressourcen versinken würde. Im Jahr 2024 stoppte eine neu gewählte, linksextreme Labour-Regierung, die von Verfechtern der Klimaneutralität durchsetzt war, die Öl- und Gasförderung in der noch immer ergiebigen Nordsee. Bereits gebohrte Löcher an Land wurden mit Beton verfüllt, die die Freisetzung des potenziell riesigen Vorkommens an wertvollem Erdgas in verarmten und deindustrialisierten Gebieten Englands ermöglichen sollte. Anfang 2025 waren 200 Mitglieder des britischen Parlaments bereit, für einen Gesetzesentwurf zu stimmen, der den gesamten Kohlenwasserstoffverbrauch in Großbritannien innerhalb eines Jahrzehnts auf nur 10 % reduziert hätte – kaum genug, um die Notfalldienste aufrechtzuerhalten.
Angesichts dieser Dummheit und Ignoranz haben diese gesetzgebenden Irren wohl angenommen, dass sie, selbst wenn ihr grauenhafter Gesetzesentwurf Gesetz würde, immer noch ihre Soja-Latte auf dem Weg zum Einkauf von Bio-Hummus bei Waitrose abholen könnten.
Kapitel 1: Kohlenwasserstoffe
In den Entwicklungsländern versprechen Kohlenwasserstoffe die Beendigung des endemischen Hungers, gesündere Bevölkerungen und ein längeres und wohlhabenderes Leben. Es gibt kein treffenderes Wort als „verwerflich“, um zu beschreiben, wie man den Zugang zu all diesen zivilisatorischen Errungenschaften verweigert.
Fast alle vorgeschlagenen Energiealternativen sind geradezu lächerlich. Unglaubwürdig, um genau zu sein. Eine moderne Wirtschaft kann nicht mit Lüftchen und Strahlen betrieben werden, da die Stromversorgung unbeständig ist. Es gibt keine praktikable Lösung für das Ein-/Aus-Problem – etwas, das die Verfechter der Klimaneutralität niemals zugeben werden. Batteriespeicher werden bei großflächigem Bedarf nur für wenige Minuten reichen, Wasserstoff ist teuer herzustellen und gefährlich, und Gezeitenkraft ist oft extrem teuer. Kernkraft eignet sich zwar als Grundlast, versagt aber bei plötzlichen Stromspitzen.
Nur Gas und Öl können derzeit ein modernes Stromnetz betreiben, wenn Sicherheit und Preis höchste Priorität haben. Wie wir in den letzten 20 Jahren in vielen Ländern weltweit gesehen haben, darunter auch Großbritannien und Deutschland, sind Wind- und Solarenergie kaum mehr als teure Zusatzleistungen, die zu explodierenden Stromkosten und zu einer zu einem Arbeitsplatzverlust führenden Deindustrialisierung geführt haben. Aktivisten betonen oft, Wind- und Solarenergie seien „kostenlos“ – ein so absurdes und wirtschaftlich realitätsfernes Konzept, dass man nur an der menschlichen Intelligenz zweifeln kann. Kohlenwasserstoffe bieten enorme kinetische Energie, deren Nutzung in den letzten 300 Jahren die menschlichen Gesellschaften auf eine Weise verändert hat, die unsere Vorfahren sich kaum hätten vorstellen können.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts verließen die meisten Menschen kaum ihr Geburtsdorf. Heute können sie relativ günstig in fast jeden Winkel der Welt reisen, der ihnen gefällt. Werden sie, trotz der emotionalen Bedenken von Windsor, Packham, Attenborough und Monbiot, wirklich darauf verzichten, ebenso wie auf Heizung, Nahrung, sanitäre Einrichtungen und Medikamente, wenn die bittere Wahrheit über Klimaneutralität endlich begriffen wird?
Wir können nicht auf Kohlenwasserstoffe verzichten, sei es wegen der von ihnen gelieferten Energie oder der unzähligen Anwendungen petrochemischer Produkte. Sie werden uns noch sehr lange begleiten; viele würden sogar behaupten, sie hätten eine glänzende Zukunft.
Kapitel 2: Klimawissenschaft
Um es auf den Punkt zu bringen: Die Menschheit verdankt der Natur in Form reichlich vorhandener Kohlenwasserstoffe sehr viel, wie das letzte Kapitel gezeigt hat. Doch manche befürchten, deren Nutzung werde die Erde in ewige ökologische Verdammnis stürzen, womöglich schon übermorgen. Wenn das stimmt, kann niemand widersprechen, und wir müssen Hunger, harte körperliche Arbeit, im Freien kompostierte Toiletten, Bevölkerungsrückgang und allgemeines Elend in Kauf nehmen, indem wir die Rohstoffe im Boden lassen.
Die Sünden der industriellen Revolution werden gesühnt und Gaia wird gerettet werden.
Wir bräuchten lediglich den schlüssigen Beweis, dass der Mensch das Klima steuert, indem er Steaks auf den Grill (natürlich einen Holzkohlegrill) legt und nach Fuengirola fliegt. Doch leider bekommen wir nur ein Geflecht aus Lügen, Fehlinformationen, selektiver Informationsauswahl und politischen Intrigen, allesamt verpackt in die absurde Behauptung, dass 97 % der Wissenschaftler glaubten, die jüngste Erwärmung sei größtenteils vom Menschen verursacht.
Wie einst die römischen Päpste wird die Wissenschaft ex cathedra als endgültig erklärt. Einige Aktivisten, etwa der Windkraft-Scharlatan Dale Vince und der Klimakomiker Jim Dale (mehr dazu in „Klima-Schwätzer und Komiker“), behaupten sogar, es sollte strafbar sein, darüber zu diskutieren. Wie wir sehen werden, offenbart der ganze „endgültige“ Wissenschaftschwindel, der von Mainstream-Medien, Politikern und aktivistischen Wissenschaftlern gleichermaßen getragen wird, lediglich die tiefe und deprimierende Versenkung der wissenschaftlichen Integrität.
Der langjährige Klimaskeptiker und Geologe Dr. Ian Plimer betont gern, dass es keine einzige wissenschaftliche Arbeit gibt, die die gängigen Ansichten zur anthropogenen globalen Erwärmung schlüssig beweist. Gäbe es eine solche Arbeit, würde man das Thema mit Sicherheit intensiv diskutieren, fügt er hinzu. Diese Aussage ist zwar richtig, aber gleichzeitig auch leichtfertig getroffen. Die Erdatmosphäre und ihre Wechselwirkungen mit Land und Ozeanen sind chaotisch und nicht linear. Teilweise sind sie kaum erforscht und daher für alle wichtigen klimawissenschaftlichen Zwecke nicht messbar.
Je genauer wir hinschauen, desto mehr erfahren wir über die komplexen Mechanismen, durch welche ungleichmäßige Wärmemengen von den Tropen zu den Polen transportiert werden – und zwar durch Strömungen aller Art. Dies ist die Hauptursache für das Wettergeschehen. Mit unserem heutigen Wissen ist es unmöglich, einzelne Wetterereignisse oder langfristige Klimaveränderungen dem Menschen zuzuschreiben, angesichts der enormen Schwankungen, die durch Naturkräfte hervorgerufen werden. Es ist einfach so, und wer etwas anderes behauptet, sollte sich überlegen, ob er nicht lieber eine neue Karriere bei der Räumlichkeitsvermietung im Zelt von Mystic Meg auf dem Jahrmarkt angehen möchte.
Aktivisten nutzen also Computermodelle, um ihre vermeintlichen Beweise zu liefern. Dennoch, wie ihre ernüchternde Bilanz der letzten 40 Jahre zeigt, bieten sie uns kaum echte Orientierung. Der wachsende Skandal um den unplausiblen RCP8.5-Pfad offenbart, dass sie oft sogar schlimmer als nutzlos sind. Modelle sagen uns nichts, Beobachtungen hingegen liefern entscheidende Informationen darüber, was tatsächlich geschehen ist.
Dr. Plimer merkt dazu an, dass die Zahl der Geologen, die an den vom Menschen verursachten Klimawandel glauben, an einer Hand eines Sägewerkangestellten abzählbar ist. In ihren Studien können Geologen die Vergangenheit erforschen, insbesondere die Veränderungen der Erde in den letzten 600 Millionen Jahren bis zum Beginn des Lebens, wie wir es heute kennen.
Betrachtet man die Aufzeichnungen zu CO₂-Konzentration und Temperatur seit dem Kambrium, so zeigt sich über die 600 Millionen Jahre hinweg kaum ein Zusammenhang. Manchmal steigen und fallen sie gemeinsam, oft aber nicht. Es gibt keinerlei Hinweise in den Aufzeichnungen auf einen starken, unauflöslichen Zusammenhang – etwas, das die gegenwärtige Auffassung zur menschengemachten globalen Erwärmung zweifellos erfordert.
Interessanterweise war der CO₂-Gehalt der Atmosphäre in der Vergangenheit deutlich höher, mit einem Durchschnitt von vermutlich rund 2.700 ppm über 600 Millionen Jahre. Das ist fast siebenmal so hoch wie der aktuelle, stark reduzierte Wert von 420 ppm. Anstatt Milliarden von Pfund sinnlos für die CO₂-Abscheidung auszugeben, wäre es vielleicht sinnvoller, auf einen weiteren Anstieg zu hoffen. Pflanzen haben sich so entwickelt, dass sie auch bei deutlich höheren CO₂-Konzentrationen effizient wachsen, und in den letzten 40 Jahren hat ein geringfügig höherer Nährstoffgehalt in der Atmosphäre zu einer bemerkenswerten, aber weitgehend unbeachteten 15-prozentigen Begrünung der Erde geführt.
Kapitel 3: UK Met Office
Wer sich fragt, wie tief die wissenschaftliche Integrität beim britischen Wetterdienst (Met Office) sinken kann, wird sich das wohl weiterhin fragen. Man hätte meinen Bericht „UK Climate Projections 2018“ (UKCP18) längst zurückziehen müssen, nachdem er lediglich auf Basis des RCP8.5-Computerszenarios einen Anstieg der britischen Sommertemperaturen um 5,1 °C bis 2070 prognostiziert hatte. Am besten wäre eine ausführliche Entschuldigung für all den Schaden und die Besorgnis gewesen, die entstanden waren, nachdem der IPCC das umstrittene Szenario als „unplausibel“ eingestuft hatte. Fehlanzeige. Im Gegenteil, das Met Office scheint seine Position sogar noch zu verschärfen.
Der traumhafte Sommer 2026 in Großbritannien bot dem staatlich finanzierten Meteorologen eine zu gute Gelegenheit, das Wetter zur Förderung der Klimaneutralität zu nutzen. „Peinlicherweise von Aktivisten hinters Licht geführt“, kommentierte der Wissenschaftsjournalist Matt Ridley kürzlich – und wer könnte ihm da widersprechen? Ende Juni veröffentlichte der britische Wetterdienst Met Office einen kurzen Clip, der zeigte, wie eine Wettervorhersage im Jahr 2056 aussehen könnte.
Die Sendung präsentierte ein „plausibles Szenario“, wonach die Temperaturen in 30 Jahren 45 °C erreichen werden, sowie neun aufeinanderfolgende Tage mit 40 °C irgendwo in England. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass die Temperatur in England bisher nur einmal, im Juli 2022, die 40-°C-Marke überschritten hat – offenbar bei der Landung von Typhoon-Jets auf der Landebahn der RAF in Coningsby. „Dieses Szenario ist keine Vorhersage eines konkreten Ereignisses, sondern eine wissenschaftlich plausible Veranschaulichung, die uns helfen soll zu verstehen, wie sich Risiken mit der Klimaerwärmung verändern könnten“, erklärte der britische Wetterdienst Met Office. „Die Verwendung der Klimaprognosen des Met Office macht die Vorstellung, dass die Höchsttemperatur 45 °C erreichen könnte, erschreckend“, fügte der leitende Wissenschaftler der Operation, Professor Stephen Belcher, hinzu.
Was für ein Schwachsinn! Obwohl der britische Wetterdienst (Met Office) die Herkunft der Prognosen nicht genau angibt, ähneln sie frappierend UKCP18 – einem Bericht, der längst im Müllkorb sein sollte und nicht länger die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen dürfte. Diese erfundene Wettervorhersage war nichts anderes als schändliche Propaganda.
Kapitel 5: Klimaklumpen und Komiker
Wo soll ich anfangen?
Gleich zu Beginn der großen Klimahysterie war ein ehemaliger Schüler einer Privatschule und BBC-Mitarbeiter voller neu entdeckter Wahrheiten: Die Welt stünde am Rande einer Umweltkatastrophe. Unweigerlich lockte ihn bald ein Job beim Guardian, wo er im Juli 1999 seinen Lesern erklärte: „Die globale Erwärmung bedeutet, dass Flüge über den Atlantik mittlerweile genauso inakzeptabel sind wie Kindesmisshandlung.“ Der globale „Zusammenbruch“ habe begonnen, hieß es. „Lange vorhergesagt und lange geleugnet, treffen die Auswirkungen des Klimawandels schneller ein, als selbst die pessimistischsten Propheten erwartet hatten“, predigte er. Seiner Zeit stets voraus, wurden solche Untergangsszenarien zum Standardrepertoire fast jedes Aktivisten, der Tränen und Ängste um die Zukunft unseres Planeten schüren wollte. Der „rechte Charlie“ nahm dies 2009 offensichtlich zur Kenntnis, als er der Welt 96 Monate vorhersagte, bevor die Öko-Feen alles zerstören würden.
Unser langjähriger, mahnender Held ist natürlich George Monbiot. 1999 schrieb er, die arktischen Ökosysteme würden zusammenbrechen, das schmelzende Eis vernichte die Nahrungsgründe von Walen und Walrossen, während sich die Populationen von Eisbären und Robben halbiert hätten. Das Wort „scheint“ spielt dabei eine äußerst tragende Rolle. Heutzutage ist es etwas genauer zu sagen, dass die Eisbärenpopulationen Rekordwerte erreicht zu haben scheinen.
Wie viele extreme Aktivisten jener Zeit hatte auch Monbiot noch nicht gelernt, dass man bei Weltuntergangsprophezeiungen keine konkreten Daten nennen sollte. Die Erklärung, ich könnte mich im Jahr des Jüngsten Gerichts geirrt haben, trug nicht gerade zur Glaubwürdigkeit des selbsternannten Weltuntergangspredigers bei, als er kleinlaut seine Anhänger den Berg hinunterführte. „Die bevorstehende totale Zerstörung der Korallenriffe weltweit ist keine Panikmache, sondern Fakt“, berichtete Monbiot im Juni 1999. Zum Glück hat das niemand den Korallen gesagt, die seit Hunderten von Millionen Jahren existieren und fast jede erdenkliche Klimaveränderung überlebt haben. In den letzten fünf Jahren haben die Korallen am Great Barrier Reef, dem größten Korallenriff der Welt, Rekordwerte erreicht, seit detaillierte Beobachtungen vor fast 50 Jahren begannen. Monbiot scheint von der Natur keine Ahnung zu haben. Korallen können offensichtlich Schwankungen der Meeresoberflächentemperatur, atmosphärischen Stürmen und Angriffen anderer Lebewesen standhalten.
Ein weiterer Artikel, der sich als wenig überzeugend erwiesen hat, stammt aus dem Dezember 2002. Darin behauptete Monbiot, die Welt stünde innerhalb von nur zehn Jahren vor einer Wahl: Entweder die Landwirtschaft ernähre weiterhin die Tiere oder die Menschen. Beides sei nicht möglich. Natürlich gelang beides, begünstigt durch ein anschließendes zehnprozentiges Wachstum der globalen Vegetation, das durch zusätzliche CO₂-Emissionen aus Kohlenwasserstoffen in der Atmosphäre begünstigt wurde. Generell scheint Monbiot der Landwirtschaft nicht besonders zugetan zu sein. Im Juli 2022 behauptete er, wir müssten von ihr auf scheußliches, industriell verarbeitetes Futter umsteigen. Lust auf menschliches Trockenfutter?
Unser George ist in die Jahre gekommen, und ein Messias-Komplex scheint ihn gepackt zu haben. Er zieht zwar immer noch eine Schar von Bewunderern in den üblichen „progressiven“ Kreisen an, doch seine Engstirnigkeit und seine zunehmend neo-malthusianische Fixierung auf Netto-Null-Emissionen rächen sich langsam. Seine unglaubwürdigen Behauptungen musste er seit Jahren nicht mehr ernsthaft diskutieren, zumindest seit er 2018 den lächerlichen Guardian-Brief unterzeichnete, in dem mit ungeheurer Wichtigtuerei erklärt wurde, er und andere Unterzeichner würden der Debatte über den menschengemachten Klimawandel nicht länger „ihre Glaubwürdigkeit leihen“. Zu den anderen Größen der Rundfunkmedien, die erklärten, kein Interesse mehr an der althergebrachten Debatte über widersprüchliche wissenschaftliche Meinungen zu haben, gehörten Jonathan Porritt, Caroline Lucas, Clive Lewis und Mark Maslin.
Wie die meisten Hardcore-Aktivisten hat auch Monbiot Twitter, das nun unter Elon Musks Kontrolle steht und nun X heißt, verlassen, offenbar entsetzt über den unerwünschten Ausbruch der Meinungsfreiheit. In einem langen, ausschweifenden Abschiedsgruß an seine halbe Million Follower bemerkte er, dass intelligente Gespräche von einem „Tsunami der Dummheit“ übertönt worden seien.
Weniger wohlwollende Menschen könnten schlussfolgern, dass ein Mann nur eine begrenzte Anzahl von Malen ertragen kann, als Dummkopf bezeichnet zu werden. …
Wenn Politik und Wissenschaft aufeinanderprallen, gehört die BBC zu den Ersten, die den wissenschaftlichen Prozess der unermüdlichen Forschung ignorieren. Während der Covid-Pandemie war ihre Berichterstattung katastrophal. Die Gefahren des Virus wurden maßlos übertrieben, fragwürdige Computermodelle erhielten eine unverdiente Bedeutung, während alternative medizinische Ansichten rücksichtslos unterdrückt wurden. Die Klimaforschung ist zwar ein anderes Thema, aber die Vorgehensweise ist dieselbe.
Im Januar 2006 veranstaltete Roger Harrabin, der damalige Klimaschutzchef der BBC, ein eintägiges Seminar, um die Berichterstattung der Sender über den Klimawandel zu erörtern. 28 leitende BBC-Mitarbeiter und Redakteure sowie einige geladene Sympathisanten der Klimakatastrophen-Bewegung nahmen daran teil. Das Treffen wurde jahrelang geheimgehalten, war aber entscheidend für die Festlegung zukünftiger redaktioneller Richtlinien. Der verstorbene Christopher Booker, ein führender Klimaskeptiker jener Zeit, kommentierte die vereinbarten Richtlinien wie folgt: „Die Verpflichtung zur Unparteilichkeit könne außer Acht gelassen werden, argumentierte man, da die offizielle Lehrmeinung mittlerweile so weitgehend akzeptiert sei, dass jede abweichende Meinung als zu unbedeutend abgetan werden könne, um beachtungswürdig zu sein.“
Wie viele Millionen Menschen sind wohl im Laufe der Jahrhunderte gestorben, als irgendein unbedeutender Diktator, Eroberergeneral, Sektenführer oder lokaler Mafia-Boss diese Art von Aushang zum ersten Mal auf dem Marktplatz aufhängte?
Doch einigen hartnäckigen Verfechtern der Meinungsfreiheit gelang es in den folgenden Jahren, sich Gehör zu verschaffen. Daraufhin ging Fran Unsworth, die Nachrichtenchefin der BBC, 2018 hart gegen alle verbliebenen abweichenden Meinungen vor. Den Mitarbeitern wurde mitgeteilt, dass die Klimawissenschaft nicht als ein Thema dargestellt werden dürfe, das einen Ausgleich zwischen gegensätzlichen Standpunkten erfordere. Jeder, der den „Konsens“ in der Klimawissenschaft infrage stellte, wurde faktisch von der BBC verbannt.
Die Folgen des Verbots sind erschreckend. Wie wir gesehen haben, hat das „unplausible“ Urteil des IPCC einen Großteil seiner Berichterstattung zur Klimaforschung der letzten 15 Jahre zunichtegemacht. Das Versäumnis, zu hinterfragen, zu diskutieren und dem wissenschaftlichen Prozess zu folgen, hat die BBC zu einem weiteren nützlichen Idioten degradiert, der eine Netto-Null-Fantasie propagiert.
Jahrelang hielt Bob Ward klimaskeptische Journalisten und Kritiker des Netto-Null-Konzepts mit kleinlichen Beschwerden bei verschiedenen britischen Medienaufsichtsbehörden auf Trab. Ob seine Tiraden über „The Beak“ (YouTube) irgendjemanden schlauer gemacht haben, ist fraglich, doch für die betroffenen Autoren und ihre Arbeitgeber war der langwierige Prozess, sich mit seinem Gejammer auseinandersetzen zu müssen, die eigentliche Strafe. Ward arbeitet im Grantham Institute, dem Aktivistenzentrum für Netto-Null-Emissionen an der London School of Economics. Sowohl die Fakultät als auch Wards Gehalt hängen von der Großzügigkeit des milliardenschweren Öko-Investors Jeremy Grantham ab. Heutzutage ist der Spielraum für regulatorische Spielchen geringer, da sich die freie Meinungsäußerung und skeptische Kommentare in die weniger regulierten sozialen Medien verlagert haben.
Wards Markenzeichen ist seine Behauptung, sich an wissenschaftliche Erkenntnisse zu halten. Als ständiger Gast in den Mainstream-Medien wettert er gegen „Klimaleugner“, die seiner Meinung nach die Daten ignorieren. Man sollte nicht zu hart mit ihm ins Gericht gehen, doch seine eigenen Schriften und Sendungen scheinen selten eine tatsächliche Auseinandersetzung mit seinem Verständnis des komplexen Themas zu beinhalten. Man könnte sich sogar fragen, ob er überhaupt als ein Klimawissenschaftler betrachtet werden kann.
Im Vorfeld der britischen Parlamentswahlen im Juli 2024 forderte ein offener Brief an alle Politiker ein ambitioniertes und beschleunigtes Klimaprogramm. Unterzeichnet von 408 Klimaaktivisten, wurde der Brief von der BBC als der „herausragendste“ Beitrag britischer Wissenschaftler gewürdigt. Ward, der die Petition initiiert hatte, postete auf X: „Wissenschaftler appellieren an die Parteien: Seid ambitioniert im Klimaschutz!“
Wissenschaftler, sagen Sie? Der erste „Wissenschaftler“ in der alphabetischen Liste war ein außerordentlicher Professor für Rechnungswesen, der zweite ein Geograf mit Spezialisierung auf „Katastrophenvorsorge“ und der dritte ein Archäologe.
Übersetzung: Eric Vieira
Diese Auszüge wurden erstmals am 12. und 13. Oktober 2026 auf The Daily Sceptic veröffentlicht.

Chris Morrison
Chris Morrison ist ehemaliger Finanzjournalist und Verleger. Er ist Umweltredakteur beim Daily Sceptic. Folgen Sie Chris auf X.
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