Britische Universität empfiehlt Buch, das Ökoterrorismus propagiert
Ein Klimakurs, der für Erstsemester an der LSE (London School of Economics) Pflicht ist, empfiehlt ein Buch, das Ökoterrorismus propagiert. Herausgeber ist ein Autor, der das Bombardieren von Ölpipelines als „Akt der Liebe“ bezeichnet, so Chris Morrison.
Studenten im ersten Studienjahr an der London School of Economics (LSE) müssen einen Pflichtkurs aus drei Fächern wählen. Das beliebteste dürfte wohl ein eher oberflächliches Seminar über die Gestaltung zukünftiger Klimaszenarien sein. Die Leseliste für unsere zukünftigen, wetterbesorgten Führungskräfte sieht mit einem von Jessie Kindig herausgegebenen Buch recht spannend aus. Darin finden sich Essays zu direkten Klimaschutzmaßnahmen, darunter Sabotage und Ökoterrorismus. Die Sammlung, die sowohl bodenständige als auch ölplattformsprengende Themen behandelt, enthält eine Einleitung von Andreas Malm, dessen 2022 erschienenes Buch über die Sprengung von Ölpipelines die Zerstörung industrieller Infrastruktur anstelle friedlicher Lobbyarbeit und Proteste thematisiert. Kindig hat dieses abscheuliche, wenn auch fantastische Buch ebenfalls herausgegeben und damals erklärt: „Es ist sofort klar, dass Zerstörung, Sabotage und Besetzung Akte der Liebe sind.“
Militante Aktionen
Diese Schönheit führte weiter aus, dass Malms Schreiben „immer von einer Art Hoffnung durchdrungen ist und dass er uns zeigt, wie militantes Handeln in Wirklichkeit Hoffnung in ihrer reinsten Form ist“.
„Hoffnung statt Hass“, um ein Mantra der radikalen Linken zu prägen – ein Mantra, das neben „friedlichen Protesten“ steht, während in der Nähe Gebäude in Flammen stehen, und „Polizei abschaffen“, während Plünderer durch die Straßen ziehen. Für die Linke ist Gewalt – außer natürlich, wenn sie von ihren Gegnern verübt wird – ein Akt höchster Liebe.
Die heutigen Studenten werden quasi von Geburt an mit pseudowissenschaftlichen Klimatheorien und der Botschaft indoktriniert und einer Gehirnwäsche unterzogen, dass die Welt unaufhaltsam in Richtung Hölle steuere. Warum also nicht auch noch obszöne Texte verabreichen, die mit Gewalt, Zerstörung und Terrorismus kokettieren? Schließlich, warum sollten sie sich um Rechtsstaatlichkeit scheren, wenn ihnen ohnehin gesagt wurde, dass sie keine Zukunft haben?
Das von der LSE empfohlene Buch von Kindig trägt den Titel „Property Will Cost Us the Earth: Direct Action and the Future of the Global Climate Movement“ (Eigentumsrechte werden uns die Erde kosten: Direkte Aktionen und die Zukunft der globalen Klimabewegung). Laut dem Verlag Verso Books hat Malms Aufruf an die Umweltbewegung, die Infrastruktur für fossile Brennstoffe zu sabotieren, um unseren Planeten zu retten, „eine lebhafte Diskussion in der Linken über den ‚grünen Staat‘, direkte Aktionen und Gewalt, ökologischen Leninismus und die bestehenden Kämpfe um Pipelines ausgelöst“.
Verso fügt dann hinzu, dass diese Diskussion „auch die seit langem bestehenden Ängste vor Ökosabotage im rechten Spektrum neu entfacht hat“. Nein, wirklich, wie konnte das passieren?
Das Buch enthält mehrere Essays, und in einem Punkt sind sich die Autoren einig, schlussfolgert Verso: „Privateigentum auf Kosten unseres Planeten und des Lebens unserer Kinder zu schützen, ist ein Preis, den wir nicht bereit sein sollten zu zahlen.“ Zyniker könnten einwenden, dass dies genau die Art von Stoff ist, die manche Jugendliche gierig schlucken, weil sie in diesem Alter unbedingt mami und papi ärgern wollen.
Agitprop
Der Rest der LSE-Klimaliteraturliste besteht aus gewöhnlicher sozialwissenschaftlicher Agitation, darunter einige Bücher, die sich als erstklassiger akademischer Unsinn entpuppen. Weiß jemand, worum es in einem Buch mit dem Titel „Das Zeitalter der Komplexität in der Steuerung von Komplexität“ gehen soll? Sparen Sie sich die Antwort. Beim Lesen von „Die Politik und Praxis der CO₂-Kompensation: Die Unterdrückung von Dissens“ mag einem der Gedanke kommen: „O Tod, wo ist dein Stachel?“ Hoffentlich ist die Unterdrückung von Dissens hier nicht von der Art, wie sie von den Dynamit-Träumenden auf anderen Seiten der Literaturliste angedeutet wird.
Doch die jungen Studenten von heute sind diesen Klimaprügel schon seit Jahren ausgesetzt. Angefangen hat alles damit, dass sie schon früh Zeichentrickfilme mit apokalyptischen Klimabotschaften von Sky Kids (Tiere pupsen, weniger Fleisch und Milchprodukte essen) und CBeebies (verhungernde Eisbären aufgrund des Klimawandels) sehen. Weiter geht es mit Lehrplänen und Prüfungen, die von falschen Warnungen durchzogen sind, die auf vermeintlich etablierter Pseudowissenschaft beruhen, und schließlich mit den politisch korrekten, linksgerichteten Universitäten, die jegliche Diskussion meiden. Im Erstjahr-Klimamodul an der LSE erwartet sie das Grantham Research Institute on Climate Change, eines von drei Instituten dieser Art an britischen Universitäten, die vom grünen Milliardär und Investor Jeremy Grantham finanziert werden. Die Beiträge von Grantham und seinen Mitarbeitern sind für den zweisemestrigen Kurs, der mit Leistungspunkten angerechnet wird, von Bedeutung.
Schriftliche Arbeiten sind erforderlich, und Studenten werden zweifellos davor gewarnt, KI zur Bearbeitung von Aufgaben zu verwenden. Solches „Betrugsverhalten“ ist selbstverständlich zu verurteilen, doch Universitäten, die eine Echokammer bilden, sind – ähnlich wie die Mainstream-Medien – anfällig dafür, dass Studenten effizientere, künstliche Schreibmethoden nutzen. Denn warum sollte man sich die Mühe machen, Tausende vorgefertigter Wörter zu schreiben, wenn einem schon in der frühen Kindheit ein gedankenloser Bildungsweg vorgegeben wird und KI einem in Sekundenschnelle Bestnoten sichern kann?
Monbiot
Die Bombardierung von Pipelines, vermutlich mit entsprechenden, frühzeitigen Warnungen im Stil der IRA, scheint seit Langem das Interesse einflußreicher Kommentatoren der radikalen Linken zu wecken. Im April 2023 schrieb George Monbiot im Guardian, er finde Malms Argumente für eine Kampagne gewaltsamer Angriffe auf die Industriewirtschaft „überzeugend“. Er erklärte, er würde Saboteure unterstützen, „die mutig und entschlossen handeln“, aber er selbst würde keine Pipelines sprengen. Gut zu wissen natürlich, dass George diese Drecksarbeit nicht selbst erledigen wird.
Der Fernsehmoderator Chris Packham hat sich ebenfalls mit Andreas Malm über Ökosabotage unterhalten. Obwohl er sie nicht befürwortet, hat er Verständnis gezeigt und gewaltlosen Gesetzesbruch als „ethisch verantwortungsvoll“ bezeichnet.
Junge Schüler rebellieren oft – heutzutage scheinen sie von den vermeintlich verantwortungsbewußten Erwachsenen, die sie anstacheln, noch zusätzlich herausgefordert zu werden.
Übersetzung: Eric Vieira
Dieser Artikel wurde erstmals am 4. November 2026 auf The Daily Sceptic veröffentlicht.

Chris Morrison
Chris Morrison is a former financial journalist and publisher. He is the Environment Editor at Daily Sceptic. Follow Chris on X.
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