Die Fischbestände erlebten eine Boomphase, als der CO2-Gehalt fünfmal höher und die Erde 5–8 °C wärmer war
Eine neue Studie belegt, dass das Meeresleben bei extrem hohen CO2-Werten und sehr warmem Wasser prächtig gedieh, so Jo Nova. Dies steht im völligen Widerspruch zu der vom IPCC propagierten Katastrophendarstellung.
Die heißeste Periode seit dem Aussterben der Dinosaurier wurde als Paradebeispiel für eine Klimakatastrophe angeführt. Doch trotz eines erschreckend hohen CO₂-Gehalts von 2.000 ppm und mehr sowie hoher Temperaturen erlebten die Fische einen regelrechten Boom. Die Panikmache um die Zerstörung der Ozeane durch Kohlendioxid und das Fischsterben durch Versauerung wird durch die Daten nicht bestätigt.
Das heißt nicht, dass alle Fischarten mit dieser eher extremen Art des Klimawandels zufrieden waren, aber es war auch nicht die Katastrophe, als die es uns verkauft wurde.
Das Paläozän-Eozän-Temperaturmaximum (PETM) gilt als Paradebeispiel für uralte Naturkatastrophen, die uns vor den Gefahren des Kohlendioxids warnen. Es ereignete sich vor 56 Millionen Jahren, als Vulkane schätzungsweise zwischen 3.000 und 10.000 Milliarden Tonnen Kohlenstoff in die Atmosphäre freisetzten. Die globale Erwärmung stieg um 5–8 °C, und tropische Fische schwammen in Polnähe. Diese Erwärmung dauerte etwa 100.000 Jahre. Eigentlich nur ein kurzer Ausschlag, aber lang genug, um viele Fischarten auszulöschen, wenn sie tatsächlich gefährlich gewesen wäre.
Derzeit stoßen die Menschen jährlich etwa 40 Milliarden Tonnen CO2 aus. Die Vulkane setzten also das Dreihundert- bis Neunhundertfache an Kohlenstoff frei.*
Kein Zweifel, diese Forscher untersuchten Schichten von Fischzähnen und -schuppen, die sich am Meeresboden ablagern. Sie analysierten auch Bariumsulfat, das Aufschluss darüber gibt, wie viel Kohlenstoff von der Meeresoberfläche durch verschiedene Lebewesen, wie beispielsweise Phytoplankton, zum Meeresgrund transportiert wird. Die Schlussfolgerung lautet: Das gesamte marine Nahrungsmittelproduktionssystem könnte produktiver geworden sein . Dies steht im völligen Widerspruch zu der vom IPCC propagierten Katastrophendarstellung.
Diese Studie untersuchte Proben von sechs verschiedenen Standorten weltweit. Wissenschaftler gingen davon aus, dass sich die Ozeane in einer wärmeren Welt stärker schichten und sich in Schichten mit unterschiedlicher Dichte aufteilen würden. Dies würde die Produktivität verringern, da die Vermischung von Wärme, Kohlenstoff und Sauerstoff mit den aus der Tiefe aufsteigenden Nährstoffen unterbrochen würde. Nun scheint es, dass in einer wärmeren Welt genügend Nährstoffe von oben, durch Verwitterung des Festlandes, nachkommen könnten, um den Verlust aus der Tiefe auszugleichen. Haben die düsteren Prognosen einen potenziell starken gegenläufigen Effekt übersehen?
Faszinierenderweise scheint die Studie von Zhou et al. zwar bahnbrechend zu sein, doch genau dieser Effekt wurde bereits 2020 von Britten und Sibert beschrieben. Diese Studie verschwand jedoch spurlos, obwohl sie auf einer AGU-Konferenz präsentiert wurde. Viele Experten wissen seit Jahren, dass Kohlenstoff und höhere Temperaturen dem Meeresleben zuträglich sind, doch sie trauten sich nicht, dies öffentlich zu machen. Die Medien erwähnten die Ergebnisse einmal beiläufig, ohne dass sich jemand dafür begeisterte. Zhou et al. haben die früheren Ergebnisse vermutlich wiederholt und erweitert, und da wir soeben mehr Vertrauen in ihre Erkenntnisse haben, wird auch diese Studie … in Vergessenheit geraten.
Vielleicht können wir das ändern?
Die Daten zur Chlorophyllkonzentration stammen vom Copernicus Marine Service der EU. Dunkelblaue und hellblaue Quadrate kennzeichnen die Standorte von IAR aus dieser bzw. früheren Studien. Braune und gelbe Kreise kennzeichnen die Standorte von BAR-abgeleitetem Pneu die neu aus dieser bzw. früheren Studien stammen. Da für die Standorte U1403 und U1514 keine Baryt-Daten vorliegen, wurden die nächstgelegenen Standorte 549 und 738 für den Datenvergleich ausgewählt. Kleine Symbole zeigen die Paläopositionen der Standorte des Paläozän-Eozän-Temperaturmaximums (PETM) vor 56 Millionen Jahren; ihre entsprechenden heutigen Standorte sind als große Symbole dargestellt. Nature
Man kann die deutlichen Spitzenwerte erkennen. Ichthyolith ist ein Fachbegriff für winzige, versteinerte Fischknochen und -schuppen. Die Spitzenwerte deuten also auf ein explosionsartiges Wachstum der Fischpopulation in den Ozeanen an sechs verschiedenen Orten hin. Die IAR (Ichthyolith-Akkumulationsrate) erreichte Werte, die fünf- bis elfmal höher waren als die Hintergrundwerte.
Das wären also etwa 1000 % mehr Fische – (grob geschätzt) an einigen Stellen. Wir wissen es nicht genau, da die Fische möglicherweise mehr oder weniger Zähne hatten oder diese schneller wuchsen und wieder verloren. Aber es sind unglaublich viele Fischzähne. Ich bin immer noch erstaunt, dass ein Fischzahn 50 Millionen Jahre auf dem Meeresgrund überdauern kann.
Natürlich bedeutet ein Fischreichtum nicht zwangsläufig, dass nicht doch einige Arten ausgestorben sind. Es bedeutet aber, dass wir von Experten, die eigentlich keine Ahnung hatten, in Panik versetzt wurden. Und selbst als die Experten es herausfanden, dauerte es Jahre, bis die Wahrheit ans Licht kam.
So, muss es nicht sein…
Dunkelblaue Quadrate kennzeichnen IAR-Daten aus dieser Studie. Hellblaue Quadrate kennzeichnen neu berechnete IAR-Werte unter Verwendung der Ichthyolithendaten aus der Referenz und des aktualisierten Modells für Trockenrohdichte und Alter aus dieser Studie. Die Fehlerbalken geben die Standardabweichung (SA) ±1 an. Grüne Kreise kennzeichnen δ¹³C-Daten von Gesamtkarbonaten, die aus veröffentlichten Daten zusammengestellt wurden. In allen Abbildungen kennzeichnet die blaue Schattierung das Hauptintervall der Kohlenstoffisotopenexkursion (CIE) (0–50 kyr) und die hellere Schattierung das Erholungsintervall (50–250 kyr). Nature
Das sind winzige Fischzähne, Schuppen und andere Überreste von Fischen. Mikroskopisch klein…
Ichthyolithen aus dem oberen Viséan von Czerna, Polen Michał Ginter and Michał Złotnik
Mit der Erwärmung der Urmeere stiegen der Kohlenstoffexport und die Fischproduktion sprunghaft an
— David Appell, Phys Org
Eine neue Studie untersucht die Veränderungen der Fischbiomasse während einer früheren Phase globaler Erwärmung und kommt zu dem Ergebnis, dass anhaltende Erwärmung das Wachstum der Biomasse im offenen Ozean anregen und von Meerespflanzen und Algen aufgenommenen Kohlenstoff in tiefere Meeresschichten transportieren kann. Dieser Prozess dauert jedoch lange. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.
Sie kombinierten Messungen der Ansammlungen von fossilen Fischzähnen und Hautzähnchen, die zusammen Ichthyolithen genannt werden – wobei es sich bei den Hautzähnchen um winzige, flache, V-förmige Schuppen handelt, die eher Zähnen als Fischschuppen ähneln und nur bei Knorpelfischen wie Haien und Rochen vorkommen – aus sechs Bohrkernen in Meeressedimenten.
Ichthyolithe lagern sich durch natürliche Abstoßung oder Ausscheidung unverdaulicher Bestandteile durch Raubfische am Meeresboden ab. Die Ichthyolith-Akkumulationsrate (IAR) diente den Wissenschaftlern als Indikator für die Produktivität pelagischer Fische während des Paläozän/Eozän-Temperaturmaximums (PETM).
Die Gruppe untersuchte auch marine Barytablagerungen aus denselben oder nahegelegenen Gebieten. Das Mineral Baryt (BaSO₄) in der Wassersäule des Ozeans entsteht direkt und indirekt in Verbindung mit dem Abbau mariner organischer Substanz. Seine Verteilung sowohl in der Wassersäule als auch – in diesem Fall – in den Meeresbodensedimenten entspricht weitgehend der Verteilung des organischen Kohlenstoffs in der gesamten Wassersäule, von der Oberfläche bis in die Tiefsee.
Die Fischpopulationen explodierten zeitgleich mit dem „Export“ von Kohlenstoff von der Oberfläche zum Meeresboden:
Der Kohlenstoffexport trieb den Anstieg an
Die Gruppe nutzte das biogeochemische Erdsystemmodell cGENIE, um die Wechselwirkungen von Kohlenstoff, Nährstoffen und anderen Faktoren in Ozean, Atmosphäre, Sedimenten und terrestrischen Systemen zu untersuchen. Dabei zeigte sich, dass der weitverbreitete Anstieg der Produktivität pelagischer Fische eng mit der Geschwindigkeit des organischen Kohlenstofftransports in die Tiefsee korrelierte – sowohl hinsichtlich der Trends als auch der räumlichen Muster am Meeresboden. Daraus schließen die Forscher, dass „der Anstieg durch einen verstärkten Kohlenstoffexport aus dem Oberflächenozean bedingt war“.
Unter erhöhten Kohlenstoffkonzentrationen im Ozean schienen die Auswirkungen einer gesteigerten Nährstoffzufuhr die Auswirkungen der Ozeanschichtung – der Trennung des Ozeanwassers in horizontale Schichten, die durch die Dichte bestimmt werden – zu überwiegen, da diese die Produktivität hemmt, weil sie die Vermischung von Wärme, Kohlenstoff, Sauerstoff und anderen Nährstoffen behindert.
Übersetzung: Eric Vieira
Referenzen:
Britten, GL, Sibert, EC. Enhanced fish production during a period of extreme global warmth. Nat Commun 11, 5636 (2020). https://doi.org/10.1038/s41467-020-19462-w
DeFranco, E. (2021), Ancient fish thrived during a period of rapid global warming, Eos, 102, https://doi.org/10.1029/2021EO210672. Veröffentlicht am 14. Dezember 2021.
Zhou, X., Zhang, R., Tsang, MY. et al. (2026) Coupled increases in pelagic fish productivity and export productivity during the Paleocene-Eocene Thermal Maximum. Nat Commun 17, 10030 | https://doi.org/10.1038/s41467-026-77863-9
Die heutigen menschlichen Emissionen werden in CO₂ gemessen, die früheren jedoch in Kohlenstoff. Eine Einheit Kohlenstoff entspricht 3,67 Einheiten CO₂. Daraus ergibt sich die Rechnung: Die menschlichen Kohlenstoffemissionen belaufen sich auf etwa 11 Milliarden Tonnen pro Jahr.
Dieser Artikel wurde erstmals am 31. Oktober 2026 auf joannenova.com.au veröffentlicht.

Jo Nova
Jo Nova ist Wissenschaftsmoderatorin, Autorin, Rednerin und ehemalige Fernsehmoderatorin; Autorin des Buches „The Skeptic’s Handbook“.
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