Es gibt keine Anzeichen dafür, dass extreme Wetterereignisse häufiger oder intensiver werden: (6) Waldbrände
In einer Artikelserie untersucht der Physiker Ralph B. Alexander, ob Wetterextreme häufiger oder intensiver werden. Nach seinem vorherigen Artikel über Tornados befasst sich dieser letzte Teil mit Waldbränden.
Dieser Beitrag über Waldbrände schließt die Reihe über Wetterextreme ab. Wie bei allen anderen Beispielen extremer Wetterereignisse in dieser Reihe gibt es auch hier keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Waldbrände heute häufiger oder schwerwiegender sind als in der Vergangenheit. Zwar können Waldbrände durch andere Wetterextreme, wie Hitzewellen und Dürre verstärkt werden, doch haben wir bereits festgestellt, dass auch diese Extreme nicht zunehmen.
Zusammen mit Tornados zählen Waldbrände wohl zu den furchterregendsten Wetterextremen, die gemeinhin dem Klimawandel zugeschrieben werden. Beide können mit wenig oder gar keiner Vorwarnung auftreten, was eine Flucht erschwert oder unmöglich macht, sind oft tödlich und zerstören typischerweise Hunderte von Häusern und anderen Gebäuden.
Die verheerendsten Waldbrände treten in von Natur aus trockenen Klimazonen wie Australien, Kalifornien oder Spanien auf. Die folgenden drei Abbildungen zeigen die jährlich durch Waldbrände in Australien, den USA und dem Mittelmeerraum verbrannte Fläche. Deutlich erkennbar ist, dass die jährlich verbrannte Fläche in allen drei Regionen abnimmt, entgegen den hysterischen Behauptungen der Mainstream-Medien.
Die obere Abbildung zeigt eine aktuelle Schätzung des prozentualen Anteils der australischen Landfläche, der in den Jahrzehnten von 1900 bis 2000 verbrannt ist, ergänzt durch Satellitenmessungen von 1997 bis 2020. Ebenfalls dargestellt ist die Buschbrandsaison 1974/75, in der die Rekordfläche von 117 Millionen Hektar (300 Millionen Acres) verbrannte. Der jährliche Durchschnitt während einer 30-jährigen globalen Abkühlungsphase von 1940 bis 1970 lag bei etwa 80 Millionen Hektar (200 Millionen Acres).
USA
Obwohl die jährlich in den USA verbrannte Fläche (mittlere Abbildung oben) in den letzten rund 25 Jahren leicht zugenommen hat, ist die heutige Brandfläche immer noch nur ein Bruchteil dessen, was sie in den 1930er Jahren war. Da die moderne globale Erwärmung in den 1930er Jahren noch kaum im Gange war, hat der Klimawandel eindeutig nichts mit der Brandrodung in den US-Wäldern zu tun. Der jüngste Anstieg ist vielmehr auf die Einführung von Maßnahmen zur Waldbrandbekämpfung zurückzuführen, die zu einer höheren Walddichte und einem stärkeren Unterholzwuchs geführt haben. Beides erhöht das Potenzial für größere Brände erheblich.
Die untere Abbildung oben zeigt keinen solchen Anstieg der Waldbrände im Mittelmeerraum in jüngster Zeit, zumindest bis 2010. Dieser Kontrast zwischen dem Mittelmeerraum und den USA, wo Waldbrände zwar seltener, aber flächenmäßig größer werden, wird auf unterschiedliche Forstwirtschaftspolitiken beiderseits des Atlantiks zurückgeführt – trotz der Proteste von US-Politikern und einigen Feuerwehrbeamten in westlichen Bundesstaaten, die den Klimawandel für die jüngste Zunahme der Brandgröße verantwortlich machen.
Die folgende Abbildung veranschaulicht den zeitlichen Verlauf von Bränden an mehr als 800 verschiedenen Orten im westlichen Nordamerika ab dem Jahr 1600.
Der plötzliche Rückgang der Waldbrandhäufigkeit um 1880 wird auf die Ausweitung der amerikanischen Weidewirtschaft zurückgeführt, die der Ernährung der rasch wachsenden Bevölkerung diente. Die Verringerung des Brennmaterials durch das Weidevieh und die durch den Eisenbahnbau entstandenen Brandschneisen reduzierten die Waldbrandhäufigkeit drastisch. Mit dem Aufkommen von Löschfahrzeugen und Flugzeugen im 20. Jahrhundert wurde der Waldbrandprävention immer mehr Bedeutung beigemessen.
Absichtlich
Gezieltes Abbrennen, eine Praxis, die von indigenen Stämmen und frühen Siedlern lange Zeit angewendet wurde, gehört in den USA der Vergangenheit an. Erst jetzt, nach mehreren verheerenden Waldbränden in Kalifornien, wird die Idee des kontrollierten Abbrennens wieder aufgegriffen. In Europa hingegen wird das kontrollierte Abbrennen von Flächen seit vielen Jahren von Forstwirten befürwortet.
Weltweit ist der Trend bei Waldbränden derselbe wie in Australien, den USA und dem Mittelmeerraum. Die weltweit von Waldbränden betroffene Fläche ist zurückgegangen, wie die folgende Abbildung zeigt, die die geschätzte weltweite Fläche, die von 1900 bis 2010 durch Waldbrände verbrannt wurde, pro Jahrzehnt darstellt.
Im Laufe des Jahrhunderts, von 1915 bis 2015, ging die weltweit verbrannte Fläche stetig um etwa 7 % pro Jahrzehnt zurück. Diese Zahl basiert auf den Daten der obigen Abbildung und einer Studie aus dem Jahr 2017. Die Studie führt diesen rückläufigen Trend auf den Einfluss höherer Temperaturen, stärkerer Niederschläge und einer höheren Bevölkerungsdichte zurück: Während die Erwärmung Waldbrände durch Austrocknung der Vegetation begünstigt, führt das Bevölkerungswachstum durch Rodung zu einer Verringerung der Vegetation.
Der globale Abwärtstrend setzte sich 2026 trotz der vor einigen Monaten in Südeuropa verheerenden Waldbrände fort:
Der stetig steigende CO₂-Gehalt in der Atmosphäre erhöht erwartungsgemäß das Waldbrandrisiko, da CO₂ das Pflanzenwachstum fördert. Die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre steigt derzeit um etwa 2,6 ppm pro Jahr und wird im Jahr 2025 einen globalen Durchschnittswert von 426 ppm erreichen. Gleichzeitig verringert ein höherer CO₂-Gehalt jedoch die Transpiration der Pflanzen. Das bedeutet, dass sich die Spaltöffnungen (Atemöffnungen) der Pflanzen weniger weit öffnen, die Blätter weniger Wasser verlieren und mehr Feuchtigkeit im Boden gespeichert wird. Die erhöhte Bodenfeuchtigkeit hat weltweit zu einer zunehmenden Begrünung der Erde geführt.
Übersetzung: Eric Vieira
Dieser Artikel wurde erstmals am 26. Oktober 2026 auf ScienceUnderAttack veröffentlicht.

Ralph B. Alexander
Ralph B. Alexander, ein Wissenschaftsjournalist, der die Wissenschaft über politische Korrektheit stellt, hat mehrere aktuelle Berichte über Wetterextreme und die globale Erwärmung verfasst. Er ist ausserdem Autor von „Science Under Attack: The Age of Unreason“ und „Global Warming False Alarm“. Mit einem Doktortitel in Physik von der Universität Oxford hat er zahlreiche wissenschaftliche Forschungsarbeiten und Berichte zu komplexen technischen Fragestellungen geschrieben. Dr. Alexander war als Forscher in Laboren in Europa und Australien tätig, lehrte an der Wayne State University in Detroit, war Mitbegründer eines innovativen Materialunternehmens und arbeitete als Marktanalyst für umweltfreundliche Materialien für eine kleine Unternehmensberatung. Er wuchs in Perth, Westaustralien, auf und lebt derzeit in Kalifornien.
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